Input von Julia Lemmle
Posts mit dem Label Vortrag werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Vortrag werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Samstag, 16. März 2013
Freitag, 15. März 2013
Performing the Family – Eröffnungsvortrag
Der
Titel der Veranstaltung, der einer Denkfigur von Simone De Beauvoir entliehen
ist, heißt: Man wird nicht als Mann geboren. Unter diesem Banner eröffnete nach
kurzen einleitenden Worten der Veranstalterinnen, Christina Schildmann und Anna-Katharina Meßmer, Prof. Dr. Jürgen Martschukat die Tagung
mit einem Blick auf Männlichkeit(en).
In seinem Vortrag betonte Prof. Dr. Jürgen Martschukat von der Universität Erfurt gleich, dass wir eigentlich anstatt von Männlichkeit von Männlichkeiten sprechen sollten. Erst in den Siebziger Jahren sei Männlichkeit überhaupt als geschichtswissenschaftliches Thema entdeckt worden: Davor war sie, in ihrer weißen Form als eine Art Originalcode für das, was menschlich ist, unmarkiert geblieben. Männlichkeit stand also lange Zeit gar nicht zur Disposition, während andere Identitäten, zuallererst die von Frauen, als das "Andere" zum Thema der Wissenschaft wurden. So brachte paradoxerweise gerade die Geschichtsschreibung von Frauen, die mit feministischem Impuls in den Sechziger Jahren begann, die Wissenschaft dazu, auch Männer als Effekte von Geschichte überhaupt wahrzunehmen.
![]() |
| Versteht was von den Obamas: Prof. Dr. Jürgen Martschukat (Foto: Monika Keiler) |
In seinem Vortrag betonte Prof. Dr. Jürgen Martschukat von der Universität Erfurt gleich, dass wir eigentlich anstatt von Männlichkeit von Männlichkeiten sprechen sollten. Erst in den Siebziger Jahren sei Männlichkeit überhaupt als geschichtswissenschaftliches Thema entdeckt worden: Davor war sie, in ihrer weißen Form als eine Art Originalcode für das, was menschlich ist, unmarkiert geblieben. Männlichkeit stand also lange Zeit gar nicht zur Disposition, während andere Identitäten, zuallererst die von Frauen, als das "Andere" zum Thema der Wissenschaft wurden. So brachte paradoxerweise gerade die Geschichtsschreibung von Frauen, die mit feministischem Impuls in den Sechziger Jahren begann, die Wissenschaft dazu, auch Männer als Effekte von Geschichte überhaupt wahrzunehmen.
Abonnieren
Posts (Atom)
